Die Bühne ist ganz in weiß gehalten, eine große gestückelte Videoleinwand zeigt das Cover der aktuellen Single „Burning Bridges„, bevor Patrice mit E-Gitarre nach vorne kommt. Für den Kölner ist es ein „special day„, nicht nur, weil wir „alive“ sind (ein unverkennbare Anspielung auf seinen Klassiker „Everyday Good„), sondern auch, weil er hier geboren ist und etliche Freunde und Verwandte im Publikum mit ihm feiern.

Er lässt sich nicht in Boxen stecken, wie er im gleichnamigen Song besingt und mischt Reggae, Hip-Hop, Funk, Rock und Soul. Seine Geheimwaffe und Wunderkind Ena-N am MPC sorgt für den elektrischen Einschlag.

Dieser Gegensatz wird akustisch besonders deutlich, als Patrice und Ena-N nach ca. anderthalb Stunden die Seiten wechseln und am Mischpult auftauchen, um sich mit der restlichen Band ein Soundclash zu liefern. Wuchtige Dancehall-Beats treten gegen Soulstimmen und Reggae-Cover an. Als die Band „Exodus“ verfremdet, setzt Patrice noch eins drauf und meint, sie hätten „Brexidus“ singen sollen, da sie aus der UK kommen.

Mit „Be with me“ aus seinem neusten Album „Life’s Blood“ als Zugabe beendet Patrice den Abend und verrät außerdem das Geheimnis eines professionellen Sängers. Selbst wenn man die Lyrics vergessen hat: „Never stop!

Fotos: Robert Kneschke, Text: Nadine Greiner