Früher oder später kommt jeder fotografisch tätige Mensch an den selben Punkt: Die Dropbox ist voll, der eigene Webserver nicht besonders User freundlich, WeTransfer ist super nervig und bei allen anderen Dienstleistern nervt irgendwas anderes. Genau an diesem Punkt kommt dann PicDrop ins Spiel und muss jetzt die gereizten Nerven des Fotografen wieder beruhigen. Doch was genau ist eigentlich PicDrop und wieso brauch ich das? Eine gute Frage! Und weil ich das selber nicht so ganz verstanden habe, habe ich mir mit Andreas Chudowski den Gründer geschnappt und ihm ein paar grundlegende Fragen zu seinem Dienst gestellt.

Ok, Andreas. Schieß mal los! Wie würdest Du PicDrop dem ambitionierten Hobbyfotografen beschreiben, der noch nicht so richtig in der Materie ist und noch immer DropBox für die beste Erfindung des Internets hält?

Andreas Chudowski, Fotograf und Mitgründer von PicDrop.

Andreas Chudowski, Fotograf und Mitgründer von PicDrop.

Am besten hilft da: ausprobieren. Aber ich versuch’s trotzdem mal…

PicDrop ist kurz gesagt ein Tool zum Bildversand für Fotografen. Wir verbinden dabei 3 Dinge:

  1. Eine einfach zu bedienende Ordner-Ablage ganz wie bei Dropbox
  2. Die Möglichkeit, diese Foto-Ordner über einen simplen Link an Kunden zu verschicken – ähnlich WeTransfer
  3. Spezielle Funktionen für Fotografen in den automatisch erzeugten Galerien

Alles zusammen ergibt PicDrop.

Verstanden. Wie sieht es mit der Konkurrenz aus? Wo liegt jetzt wirklich der Vorteil von PicDrop im Vergleich zu Dropbox, Copy und Co.

Ganz einfach: PicDrop ist kein „dummer“ Datei-Versand sondern ein cleverer Bild-Versand mit dutzenden angeschlossenen Funktionen.

Sprich: wo andere Dienste nur als Lastenesel zum Versand eines ZIPs etc. fungieren, packt PicDrop eine ansprechende grafische Oberfläche für die Kunden der Fotografen oben drauf, ohne den Rest komplizierter zu machen. Dazu gehört eine perfekte Bildanzeige aller nur denkbaren Dateisorten (JPGs, TIFFs, PSDs, RAWS u.v.m) sowie Möglichkeiten zur Bildauswahl, Bildmarkierung und -kommentierung, automatische Live-ZIP-Erzeugung. Und viele Funktionen mehr. Alles ist perfekt auf Fotografen zugeschnitten. Und man braucht dafür nicht anderes als einen Browser.

Ich bin selber Profifotograf und habe daher ein ganz gutes Gefühl, was wir Fotografen im Alltag wirklich benötigen und was unsinniger Quatsch ist. Eine unser Kernfunktionen ist zum Beispiel, dass der Fotograf in jeder einzelnen Galerie mit wenigen Klicks genau einstellen kann, was sein Kunde dort tun oder auch nicht tun darf. Soll er also Daten herunterladen oder nur anschauen können? Darf er Bildauswahlen erstellen oder nicht? Die Möglichkeiten sind enorm.

Gleichzeitig bildet sich mit der Zeit ganz automatisch ein Archiv und eine Kundenhistorie. Wer kennt nicht den Fall, dass ein Kunde Monate oder gar Jahre später anruft und seine Bilder noch einmal benötigt? Früher bedeutete das neue ganz viel Arbeit: Suchen, Exportieren, Hochladen, verschicken… Mit PicDrop suche ich einfach die entsprechende Galerie wieder heraus und schicke meinem Kunden den Link. Fertig. Im besten Fall muss mich der Kunde nicht mal kontaktieren sondern benutzt einfach den alten Link von der ersten Auslieferung seiner Bilder. Auf jeden Fall sind alle Parteien in wenigen Sekunden glücklich. Kunden merken sich sowas.

Hat PicDrop denn auch Nachteile?

Natürlich nicht! (lacht)

Spaß beiseite: Ja, klar. PicDrop kostet ganz klassisch Geld. Verrückt, oder? Im ersten Monat kann man uns aber völlig gratis und unverbindlich testen. Danach bekommt man dann sogar dauerhaft 3 Galerien geschenkt, also ohne einen einzigen Cent zu bezahlen. Nur wer mehr als diese 3 Galerien gleichzeitig benötigt, zahlt unseren hoffentlich fairen Monatspreis ab 7,49 Euro. Wir sind aber auch stolz darauf, dass wir uns dadurch nicht fremdfinanzieren müssen, wie es bei vielen Startups der Fall ist. Da weiss man oft nicht genau, ob man seine Bilder bei einem gesunden und sicheren Unternehmen ablegt und ob es den Dienst im nächsten Monat noch geben wird. Wir sind da grundsolide. Fast schon langweilig deutsch.

Achja, die anderen Dienste, die Du erwähnt hast, kosten natürlich auch Geld.

Bei Dropbox kommt man schnell an seine Speichergrenzen. Bei Euch mit Sicherheit auch, was passiert dann eigentlich?

Bei PicDrop bekommt man in der PRO-Version bis zu 375 GB dauerhaften Speicherplatz. Das sind mehr als 1/3 Terrabyte und fürs fotografische Arbeiten völlig ausreichend. Nicht ein einziger unserer Fotografen hat diese Grenze bisher geknackt und wir rechnen so schnell auch nicht damit.

Sicher, jeder aktive Fotograf hat zuhause schnell mehrere TB an Daten herumliegen. Aber man muss bedenken, dass PicDrop ein Versand-Dienst für fertige Bilder oder Vorauswahlen ist und kein Backup-Speicherplatz für all Deine Shootingdateien. Dennoch möchten wir erreichen, dass auch das Thema Speicherplatz über kurz oder lang egal wird.

Und sollte doch mal jemand mehr Speicher benötigen, kann er entweder unseren Studio Account mit 600 GB nutzen oder sich einfach direkt an uns wenden. Wir sind da natürlich flexibel. Eine Mail genügt.

Wie kamst Du eigentlich auf die Idee mit Picdrop? Hast Du als Fotograf nicht genug zu tun?

Ich hatte es einfach satt, jeden Tag so viel Zeit mit dem Brennen von DVDs, dem Mailen von Bildern, dem Zippen von Daten und dem Hochladen auf irgendwelche ständig gestörten Kundenserver zu verbringen. Das musste doch besser gehen! Ich würde mich zwar nicht zu Deutschlands Fotografen-Elite zählen, bin aber dennoch ganz gut gebucht. Aber auch mein Tag hat nur 24 Stunden und ich wollte weniger Zeit mit diesem Quatsch verbringen. Genau darum brauchte ich selbst sowas wie PicDrop.

Also habe ich mir lange überlegt, wie der perfekte Dienst für echte Fotografen aussehen müsste. Nach einer Weile stand das grobe Konzept und ich hatte es ausgiebig mit meinen eigenen Kunden getestet und verbessert. Als nächstes war da die Frage, mit wem ich aus meinem Konzept einen richtigen Service auch für andere Fotografen entwickeln könnte. Das ist schon komplizierter und meine Programmierkünste sind leider sehr… beschränkt. Da kam mein guter Freund Tobias Friese in Spiel. Tobias ist studierter Interface Designer und kann geilerweise auch programmieren. 24 Stunden später stand der erste Prototyp. Inzwischen arbeiten wir seit knapp 3 Jahren täglich daran, PicDrop immer besser zu machen.

So lange gibt es Euch also jetzt noch nicht.

Naja, offiziell am Start sind wir jetzt seit anderthalb Jahren. Das ist noch nicht lange, aber dennoch nutzen uns bereits über 11.000 Fotografen allein im deutschsprachigen Raum.

Und trotzdem freuen wir uns jeden Tag über Mails von Fotografen, die uns jetzt erst entdecken und uns überglücklich schreiben, wie sehr wir ihren Alltag erleichtern. So wie Du. Solche Mails lassen dann schonmal das ganze Team gemeinsam auf einen Monitor starren und euphorisch werden. Inzwischen sind wir dank unserem neuesten Mitstreiter Uwe übrigens zu dritt und arbeiten alle Vollzeit an unserem Tool.

Also würde ich Euch mal als Startup beschreiben?

Stop! Ganz falsch. Für mich sind die meisten Startups große Wetten mit viel Investoren-Geld, die sich schicke Lofts leisten, Geld verbrennen und zu 90% nach einem Jahr entweder wieder vom Markt verschwinden oder aufgekauft werden. Am Ende stand dann zwar im Büro ein cooler Kicker, aber die User sind enttäuscht und der Dienst wird verkauft oder gar eingestellt. Man weiss als Kunde einfach oft nicht, woran man ist oder ist am Ende selber das Produkt, weil mit den Kundendaten Geld gemacht werden soll. Das ist bei uns nicht der Fall.

PicDrop haben wir ganz ohne fremdes Kapital gegründet, dafür aber umso mehr Freizeit und Leidenschaft hineingesteckt. Darum kann uns heute auch niemand hereinreden und uns zu unsinnigem Wachstum oder unnötigen Features überreden. Wir arbeiten einzig und allein daran, unsere Kunden – also die Fotografen – glücklich zu machen. Und ich hoffe, dass man diesen Unterschied auch merkt.

Auf was darf man sich denn freuen, wenn man jetzt Kunde bei Euch wird? Gibt’s schon große Pläne und neue Funktionen, die in der Zukunft ausgerollt werden sollen?

Wie gerne würde ich hier ausplaudern, was wir noch alles vorhaben… nur so viel kann ich momentan verraten: wir hören sehr genau hin, was uns täglich an Ideen und Wünschen erreicht. Stay tuned!

Hmmm… jetzt fällt mir nichts mehr ein. Von meiner Demoversion war ich jedenfalls schon einmal ziemlich begeistert! Nur, falls es dich interessiert.

Klar interessiert mich das. Noch freuen wir uns über jede Mail und jeden Eintrag auf unserer Facebook-Seite. 😉 Egal ob Lob oder Kritik.

Danke für deine Zeit.

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Jetzt kostenlos testen…

Wer neugierig geworden ist, kann PicDrop jetzt über diesen Link komplett kostenlos testen! Die Testperiode verlängert sich übrigens nicht automatisch, sprich ihr müsst keine Angst vor plötzlichen Kosten haben!

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